Ist eine Mandelentzündung ansteckend?

Eine akute Tonsillitis ist sogar hoch ansteckend. Die zumeist für die Krankheit verantwortlichen Erreger, die Streptokokken, übertragen sich über wässrige Tröpfchen. Diese stammen aus dem Nasen-Rachen-Raum und werden durch Niesen, Husten, Küssen oder sonstigen Speichelaustausch, wie zum Beispiel dem Ablecken des Babyschnullers durch eine infektiöse Person von einem Menschen auf den anderen übertragen.

Übertragung durch Tröpfcheninfektion

Der Volksmund spricht deshalb auch von „Tröpfcheninfektion“. Große Menschenansammlungen fördern das Ansteckungsrisiko.

Es kann allerdings auch vorkommen, dass sich die bakteriell verseuchten Tröpfchen zunächst auf der Hautoberfläche des Gegenübers absetzen und von dort in die Nase oder den Mund gelangen. Folglich ist die Gefahr einer Ansteckung in besonders engen Räumen oder innerhalb von Menschenansammlungen, wie beispielsweise im Bus oder in der Straßenbahn oder in den Spielzimmern von Kindergärten besonders groß.

Symptome bei einer Ansteckung nach zwei bis fünf Tagen

Wer mit einer Mandelentzündung infiziert ist, bemerkt die ersten Symptome zumeist erst nach zwei bis fünf Tagen. Diese Zeitspanne bezeichnen Mediziner als Inkubationszeit. Trotz fehlender Anzeichen ist die infizierte Person während dieser Zeit bereits ansteckend.

Unmittelbar mit Auftreten akuter Beschwerden suchen die Betroffenen in der Regel einen Arzt auf, der nach eingehender Diagnose die Antibiotika-Therapie einleitet. Untersuchungen haben ergeben, dass der Patient bereits 24 Stunden nach Behandlungsbeginn nicht mehr ansteckend ist.